Täuschungen, Lügen, Hinterhältigkeiten, Kuriositäten, Fiasko, Fehlplanungen

- bei der Landesgartenschau 2014 in Gießen -
Mit zahlreichen Tricks, Falschinformationen, Hinterhältigkeiten, Bedrohungen, Einschüchterungen (z.B. ständiges Fotografieren von BI-Mitgliedern) sollte der Widerstand gegen die Landesgartenschau 2014 in Gießen von Politikern und Funktionären der LAGA-Befürworter eingedämmt werden. Die Laga-Betreiber wurden immer hektischer, da unzählige Pannen passierten und die BI vor Ort aufpasste. In der BI gab es bei den zahllosen Versammlungen einen ständigen Tagesordnungspunkt: "Pleiten, Pech und Pannen der Blümchenschau".
Selbst auf die Warnungen des eigenen Umweltamtes reagierte der Magistrat nicht, sondern verheimlichte die Stellungnahme vor der Öffentlichkeit.
Hier zum Artikel der GAZ, 2.3.2013

Es begann damit, dass im Dezember 2011 der neugegründeten Bürgerinitiative "Stoppt diese Landesgartenschau" der erste Infostand im Seltersweg verboten wurde. Ausgerechnet Bürgermeisterin Weigel-Greilich (Grüne), Hauptantreiberin im Magistrat und in der Landesgartenschau-GmbH und gleichzeitig Chefin der Ordnungsbehörde versuchte so die Bewegung aufzuhalten. Natürlich vergebens. (Anderen Organisationen wurde der Infostand genehmigt).
Infostände der BI wurden durch das Ordnungsamt in ungünstige Lagen auf dem Selterweg platziert.
Platzverbot für BI-Mitglieder bei der Laga 2014Mit Verboten sollten die Kritiker mundtot gemacht werden. Beim Baustellenfest am 29.9.2013 sprach Landesgartenschau-GmbH-Chef Wiemer ein Platzverbot gegen die Bürgerinitiative aus. Wie man sieht, hat es nichts geholfen. Es wurde auf dem Parkplatz weiter diskutiert.

In der "Gießener Zeitung online" wurden die Pressemitteilungen der Bürgerinitiative "Stoppt diese Landesgartenschau" veröffentlicht, weil insbesondere die "Gießener Allgemeine Zeitung" immer aggressiver und tendenziöser gegen die BI veröffentlichte. (Chefredakteur Tamme konnte sich den korrekten Namen der BI fast ein Jahr lang nicht merken).
In der "Gießener Zeitung online" tauchten zu jedem Beitrag der BI unsachliche Pro-Laga-Kommentare mit zum Teil harten persönlichen Beleidigungen auf. Die Redaktion musste einige Kommentatoren ausschließen.

Die Grünen - mehrheitlich im Takt der Gießener Großkopfigen - gegen die BI

Protest vor dem Parteibüro der Grünen
Es war eisig kalt am 18.9.2012. Die Grünen saßen im warmen Büro und schlürften Sekt. Eigentlich wollten sie ja mit einem Vertreter der BI diskutieren, ließen die BI aber in der Kälte stehen.
Nach über einer Stunde Wartezeit brach die BI ihre Aktion ab.

Dies nahmen die Grünen zum Anlass, um die Kontakte zur Bürgerinitiative abzubrechen.
Lächerlich-aber politisch gewollt!

Lügen der BürgermeisterinLügen der Bürgermeisterin
Lügen haben dicke Finger, Frau Bürgermeisterin!

SatireEs ist erstaunlich, wie der Erfindungsreichtum von Politikern und ihren Helfern wächst, wenn den Bürgern etwas angedreht oder aufgeschwätzt werden soll:

Da tauchen plötzlich Gefahren auf, wegen denen man Bäume roden oder naturnahe Teiche "verschönern" muss.

Links auf dem Foto: Bürgermeisterin Weigel-Greilich (Grüne), die sehr erfindungs- und
phantasiereich agierte.

Eine Sichtachse vom Hallenbad zum Stadtkirchturm wurde erfunden, um zahlreiche Bäume fällen zu können. Dort wurden dann schöne "Wissenschafts-Gärten" angelegt.
Der Pferdefuß dabei:
Die "Sichtachse" hat einen direkten Blick auf die "Seufzerbrücke" zwischen dem Amtsgericht und dem Untersuchungsgefängnis.

Plötzlich tauchten Bitterlinge auf, wegen denen man den Schwanenteich begradigen und einen lauschigen Weg in eine Fahrbahn für LKWs verwandeln wollte. Heute spricht keiner aus der "Anstalt" mehr vom Bitterling.


2 (in Worten:Zwei) Tage vor einer städtischen Diskussionsveranstaltung wurde die BI von der Stadt zur Teilnahme an der Podiumsdiskussion aufgefordert. Ein Affront! Als die BI das ablehnte, wurde eine Hetzkampagne gegen sie inszeniert. Ein Vorgang, der sich vor der LAGA noch mal wiederholen sollte, mit einem Kleingarten-Verein.


Am 18.1. reicht die BI eine Petition ein, die eine Baumrodung vor dem Abschluss des Bürgerbegehrens untersagen soll. Antwort von Stadtverordnetenvorsteher Fritz: In 6 Wochen liegt die Antwort des Magistrats vor. Dann wird im Ausschuss beraten.

Mit solchen Falschmeldungen machte die Falschmeldung und Wunsch der Gießener Allgemeinen
"Gießener Allgemeine Zeitung"
Stimmung gegen die Bürgerinitiative.
 
Übrigens, bereits zu diesem Zeitpunkt hatte
die BI alle benötigten Unterschriften für das Bürgerbegehren
"Rettet den Schwanenteich" zusammen.

Stimmung versuchte die Gießener Allgemeine Zeitung durch einen Zusammenhang zwischen der Bürgerinitiative und stattgefundenem Vandalismus zu konstruieren.  Sie versuchte damit die BI in eine kriminelle Ecke zu stecken, um ihren Einfluss zu schwächen. Dieser Missbrauch der Pressefreiheit misslang auf ganzer Strecke.

Gießener Anzeiger - Kasse geschlossenLAGA Kassen geschlossenDas Regenwetter muss bei vielen Pannen und Fehlplanungen immer wieder herhalten - auch nur
etwas mehr als 3 Monate nach Eröffnung.
Eine Kasse blieb wenigstens geöffnet.

Im ersten Monat nach der LAGA-Eröffnung im April 2014  gab es keine Hinweisschilder auf dem Gießener Ring. Besucher aus Frankfurt fuhren an Gießen vorbei. Auch in Gießen gab es in den ersten Wochen keine Ausschilderung.

Die im Juli angekündigte Wegesanierung in der Wieseckaue, die zum Großteil bis Sept./Okt. 2013 dauern sollte und erst sehr kurz vor der Eröffnung abgeschlossen wurde, scheiterte angeblich an einem Lieferengpass beim Asphalt!!!
Sollte dies wirklich der tatsächliche Grund gewesen sein, was allerdings aufgrund von Äußerungen der in der Wieseckaue tätigen Bauarbeiter stark angezweifelt werden muss, ist auch dies den Verantwortlichen und Planern der LaGa zuzuschreiben.

Ein teures Spektakel für wenig Personen soll für möglichst breite Bürgerakzeptanz schön gerechnet werden:
Die Besucherzahlen wurden insgesamt geschönt: "...was bleibt an zahlenden Gästen über, wenn die Schulklassen abgezogen, die Kindergartengruppen rausgerechnet sind, die Studenten abgezogen (die nur durchs Gelände ins Schwimmbad gehen wollten, der Redakteur) und die Tausende gratis Zutrittsbescheinigungen egalisiert sind??? dazu die tausenden Dauerkartenbesitzer die zig-fach mitgezählt wurden, obwohl sie lediglich einmalig den sechsfachen Preis gezahlt haben..."(GAZonline, 6.10.2014, Leserkommentar)

"Was von der LGS bleibt
-Hunderte gefällte Bäume
-Tausende Quadratmeter gerodetes Strauchwerk
- Neuverschuldung in Millionenhöhe
-Tonnenweise aus China importiertes Pflaster
-Weitere 3 Monate Sperrung des LGS-Geländes für alle Bürger
-Vertriebene oder getötete Tiere
-Ein überdimensioniertes Wegesystem in der Aue für bis zu 7,5-Tonner
-Eine weitere große versiegelte Fläche Kirchenplatz, ehemals Grünfläche, nach den archäologischen Untersuchungen Komplett-Pflasterung. Fällung von drei Bäumen."
(GAZonline, 6.10.2014, Leserkommentar)

Express Online: Was meinen Sie? | 24. Juli 2014

Frage: Erfolgreiche Gartenschau?
Abgegebene Stimmen: 158
Die Landesgartenschau gefällt mir gut (35)
22,15%
Die Gartenschau hat mich enttäuscht (123)
77,85%

Was noch von der Landesgartenschau 2014 in Gießen bleibt:

Eine Brücke über die Grasnarbe - eine Groteske in mehreren Akten

HochzeitsbrückeDie Gießener Hochzeitsbrücke überbrückte Jahrzehnte lang den Schwanenteich. Sie wurde durch eine gerade Brücke ersetzt.
Dann stand sie so herum und wurde von Baugeräten massiv beschädigt. LAGA-GmbH Geschäftsführer verschenkte sie, obwohl es städtisches Eigentum war. Dann wurde sie durch eine Spende wieder hergestellt. Erst sollte sie gegenüber dem Standesamt für Brautpaare zur Verfügung stehen. Jetzt steht sie in der Wieseckaue rum und wurde von Oberbürgermeisterin (SPD) und Bürgermeisterin (Grüne) dort feierlich eingeweiht.
Inzwischen wurde sie zum Gespött bis nach Osnabrück hinauf.
(Artikel von Focus online hier!)

Im Februar 2015 versicherte Bürgermeisterin Weigel-Greilich noch, in der Wieseckaue sollten nur „kleine, feine“ Veranstaltungen stattfinden. Ende März 2015 ist die Katze aus dem Sack: Stadtparkfest im April, Landesturnfest (mit tausenden Teilnehmern zuzügl. Besuchern und Helfern) im Mai, Sommerfest im Juli, Herbstfest im September, „Beach-Café“ für 200 Gäste…

5.Mai 2015

Besonders verärgert und "zutiefst enttäuscht" reagierte Matthias Korn von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON). Der nämlich findet es "eine echte Sauerei", dass direkt am Wasser die Blasmusiker spielten.
"Falls das direkt nebenan brütende gefährdete Teichhuhn mit schlechtem Erhaltungszustand in Hessen nun seinen Brutplatz verlassen hat, wird die HGON sich weitere rechtliche Schritte vorbehalten."

Obendrein moniert Matthias Korn, der Naturschutzbeirat sei in seiner letzten Sitzung "wissentlich belogen" worden, weil Musikveranstaltungen direkt am Teich auf Nachfrage verneint worden sein. Zumal es dafür gemäß Landschaftsschutzgebietsverordnung einer Ausnahmegenehmigung bedurft hätte.

Weitere Pannen sind hier in der Halbzeitbilanz der BI zur Landesgartenschau zu finden.