Die Landesgartenschau 2014 in Gießen ist ein "Wahnsinn" (Gerda Weigel-Greilich, Bürgermeisterin in Gießen, Grüne). Und für die meisten Bürger Gießens war es das wirklich. Besonders die Wieseckaue in Gießens Ostteil litt und leidet weiter unter den Event-Versuchen der Stadtregierung. Die Bürgerinitiativen "Stoppt diese Landsgartenschau" und ihre Nachfolgerin,
die Bürgerinitiative "Wieseckaue", widersetz(t)en sich den Bestrebungen, zu Lasten der Natur Remmi-Demmi zu veranstalten.

Die Gießener Wieseckaue 

  • gehört teilweise zum Landschaftsschutzgebiet "Auenverbund Lahn-Dill" und liegt im Osten von Gießen/Lahn
  • ist für viele Menschen ein stark frequentiertes Naherholungsgebiet,
  • ist ein schützenswertes Rückzuggebiet für viele Tiere und Pflanzen, mit offiziell festgestellten 59 Vogelarten und 4 Amphibienarten (vor der Landesgartenschau) 
  • ist Landungsgebiet für Zugvögel
  • Lebensraum von Kolonien der Wasserfledermaus und des Kleinen und Großen Abendseglers 
  • hatte vor der Landesgartenschau 2014 eine der größten Teichhuhn-Populationen Hessens. 
Begegnungen in der Wieseckaue in Gießen

Das Landschaftschutzgebiet "Wieseckaue" ist nach der Landesgartenschau weiterhin bedroht durch

  • hochtrabende Pläne der Koalition einen "Stadtpark" zu erfinden, in dem der Umweltschutz eine untergeordnete Rolle spielt
  • Eventmanager, die ohne Rücksicht auf Naturschutz und Brutzeiten ihr Geschäft machen wollen
  • eine enge Verfilzung von Politik und Geschäftsinteressenten, denen Sondernutzungsrechte immer wieder (auch nachträglich) eingeräumt werden
  • das Gießener Haushaltsdefizit, das Radikalschnitte an Gebüschen vor eine kontinuierliche Pflege stellt - um Geld auf Kosten der Natur zu sparen
  • Öleinträge in die Oberlache, die aus Richtung Industriegebiet "Ursulum" und dem ehemaligen amerikanischen Depot  in den Schwanenteich fließt
"Ballermann in der Wieseckaue" - Stellungnahme der Bürgerinitiative